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Ihren Namen „Münzgasse erhielt die Gasse nach der 1773 er­richteten Neuen Münze, der kurfürstlichen Prägestätte, welche sich hinter der Frauenkirche befand. Neben den Münzmeistern waren es die Handwerker aus der Töpfergasse, die Händler vom Jüdenhof sowie die im Brühlschen Garten oder durch die Kunstausstellungen flanierenden feineren Herrschaften, die sich hier ein Stelldichein gaben. Die Bootsanlegestelle Brühl­sche Terrasse, dicht an der Münzgasse gelegen, war im 18. Jahrhundert ein Ausgangspunkt der königlichen Familie für ihre Ausflüge. Sie verkehrte mit prunkvollen Gondeln auf der Elbe zwischen dem Residenzschloss hier in der Altstadt und dem prächtigen Sommerschloss in Pillnitz. Während sich die königlichen Regenten im Stadtschloss amü­sierten, kehrten die dienstbaren Geister - Fuhrleute, Kutscher und Stallknechte - unterdessen im ehemaligen „Kleppereck ein, wo gleichermaßen auch die Pferde getränkt wurden. Das Wirtshaus befand sich direkt neben den 1588 erbauten Pferde­stallungen hier an der Münzgasse und wurde zu einer beliebten Stätte des Labsals für Mensch und Tier.
Das urige Wirtshaus „Kutscherschänke” hält die Geschichte dieses traditionellen Stadtviertels lebendig.